Eisenhüttenstadt – Blick auf das Eisenhüttenkombinat Ost (EKO)

Kombinatsdirektoren

Dr. Manfred Domagk

Dr. Manfred Domagk

(Jahrgang 1939)
Ökonom
1978–1990 Staatssekretär im Amt für Preise beim Ministerrat der DDR

Manfred Domagk wird 1938 im brandenburgischen Baruth/Mark geboren. Nach Abschluss der Oberschule mit Abitur dient er freiwillig bis Mitte 1960 in der Nationalen Volksarmee der DDR am Standort Leipzig.

Dort beginnt auch seine berufliche Laufbahn auf dem Gebiet der Finanz- und Preispolitik – zunächst beim Rat der Stadt und wenige Monate später beim Rat des Bezirkes Leipzig. Ab 1963 folgt er dem Auftrag des Ministers für Finanzen zur Durchführung der Industriepreisreform nach Berlin. Beim Büro der Regierungskommission für Preise betrifft sein Verantwortungsgebiet als Fachgebietsleiter die Volkswirtschaftsbereiche Zellstoff, Papier und Pappe sowie die Polygraphische und die Verpackungsmittelindustrie. In dieser Zeit absolviert er auch ein Fernstudium an der Hochschule für Ökonomie Berlin-Karlshorst mit dem akademischen Grad eines Diplomwirtschaftlers. An der Humboldt-Univerität zu Berlin promoviert er, allerdings erst 1984.

Nach Gründung des Amtes für Preise ist Domagk einige Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter des Staatssekretärs. 1970 wird er zum Stellvertreter des Leiters der Zentralen Staatlichen Preiskontrolle für Investition berufen. Zeitweise wird diese Tätigkeit durch ein einjähriges Studium an der Parteihochschule „Karl Marx“ sowie einen ebenfalls nahezu einjährigen Einsatz in der Abteilung Planung und Finanzen des ZK der SED unterbrochen. Ab 1978 erfolgt seine Berufung zum Staatssekretär des Amtes für Preise beim Ministerrat der DDR. Diese Funktion bekleidet er bis 1990.

Nach der Wende ist Dr. Domagk für kurze Zeit Finanzvorstand einer Aktiengesellschaft. Danach arbeitet er als Geschäftsführer einer Bau-, Finanz- und Immobilienservice GmbH sowie bis zum Eintritt in das Rentenalter als Berater für finnische und englische Unternehmen.