Eisenhüttenstadt – Blick auf das Eisenhüttenkombinat Ost (EKO)

Kombinatsdirektoren

Dr. Heinrich Niemann

Dr. Heinrich Niemann

(Jahrgang 1944)
Stadtrat für Gesundheit in Marzahn-Hellersdorf
1992–2001

Dr. Heinrich Niemann wurde am 12. Oktober 1944 in Reckwitz/Sachsen geboren. Nach dem Abitur absolvierte er eine Lehre als Motorenbauer bei "Robur". Darauf folgte ein Medizinstudium an der Charité Berlin. Niemann promovierte über die internationalen Tendenzen der Medizinischen Hochschulbildung und wurde nach erfolgreichem Abschluss Facharzt für Sozialhygiene. Danach folgte eine elf Jahre währende Beschäftigung im Ostberliner Gesundheitswesen. Als Facharzt war er ebenso bis 1990 für die DDR-Sektion der Ärzteorganisation gegen den Nuklearkrieg IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.) tätig.

Nach der Wiedervereinigung war er von 1992-2001 Gesundheitsstadtrat in Hellersdorf bzw. Marzahn-Hellersdorf für PDS/DIE LINKE.PDS und Vorsitzender der Krankenhauskonferenzen (KH Kaulsdorf, später Klinikum Hellersdorf). Als Stadtrat für Gesundheit sorgte er dafür, dass das Klinikum Hellersdorf (seit 2015 Vivantes Klinikum Klausdorf) als städtisches Krankenhaus erhalten blieb. 


In Marzahn-Hellersdorf koordinierte er ab 2001 als Stadtrat für Stadtentwicklung den Stadtumbau mit. Dr. Heinrich Niemann gab Fachbeiträge zur Stadt- und Bezirksentwicklung/Stadtumbau und war u.a. im Vorsitz des EU-Projekts LHASA. Von 1997-2006 leitete er die AG Ost des Kommunalen Nachbarschaftsforums Berlin-Brandenburg und war Mitbegründer zahlreicher Vereine.

Zitate:

„Die Liquidierung der Polikliniken ist der gesundheitspolitische Sündenfall der Vereinigung“. (Dr. Niemann 1992 vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages)

„Es geht darum, dass dort [in den Polikliniken] andere Strukturen wirksam wurden, vor allem in der Hinsicht, dass der ambulant tätige Arzt in seinem Wirken nicht direkt von einem leistungsorientierten Vergütungssystem abhängig war und nicht immer daran denken musste, ob er – salopp gesagt – genügend Punkte macht“. (ebd.)